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Ablauf

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement

Fallen Mitarbeitende längere Zeit krankheitsbedingt aus, ebnet das Betriebliche Eingliederungsmanagement – kurz BEM – den Weg zurück in die Arbeitsstelle – schrittweise gelingt das am besten (siehe Ablaufplan). Jedes BEM hat einen individuellen Verlauf.

  • 1. Schritt: Fehlzeiten erfassen – Feststellung der Arbeitsunfähigkeit

    Die Personalabteilung leitet durch die Personalfürsorge (SB 2.1) den Prozess des BEM ein. Alle krankheitsbedingten Fehlzeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die beim Bistum Trier beschäftigt sind, werden in der sechs-Wochen-Frist erfasst. Das heißt: auch Tage zählen mit, an denen kein „gelber Schein“ benötigt wurde, - ebenso wie Kuren und Reha- Maßnahmen.

  • 2. Schritt: Vertrauen schaffen - Erstkontakt

    Die BEM-Koordinatorin im SB 2.1 nimmt von sich aus Kontakt zu der/dem Betroffenen auf. Die BEM-Koordinatorin hat der Dienstgeber eigens ernannt. In der Regel schreibt die Koordinatorin zunächst einen Brief und unterrichtet über das Angebot und lädt zu einem ersten Gespräch ein.

  • 3. Schritt: Information und Aufklärung - Erstgespräch

    Im Erstgespräch informiert die BEM-Koordinatorin über die Ziele und den Ablauf eines BEM sowie über die Aspekte des Datenschutzes. Das Gespräch soll Vertrauen schaffen; weitere Schritte können nur mit Ihrer Zustimmung folgen.

  • 4. Schritt: Situation und Rahmenbedingungen – Fallbesprechung

    Zur Situationsanalyse wird, nachdem Sie dem BEM schriftlich zugestimmt haben, ein Eingliederungsteam eingerichtet. Es besteht aus dem / der Betroffenen (also Ihnen), der BEM-Koordinatorin, einer Person mit Personalverantwortung und einem Mitglied der zuständigen Mitarbeiter-Vertretung, gegebenenfalls einem / einer Schwerbehindertenvertreter/in. Sie alle unterliegen der Schweigepflicht.

    Gemeinsam werden wir im Eingliederungsteam folgende Aspekte erörtern:

    • Ursache(n) der Erkrankung
    • Situation am Arbeitsplatz
    • Auswirkungen der Erkrankung auf den Arbeitsplatz
    • bestehende Einschränkungen
    • verbleibende Leistungsfähigkeit
  • 5. Schritt: Vereinbarung von Maßnahmen

    Das BEM-Team beschließt – nach eingehender Analyse der Situation – Maßnahmen, die Ihrer Wiedereingliederung in das Arbeitsleben dienen. Konkrete Maßnahmen sollen auf den (also Ihren) individuellen Bedarf zugeschnitten sein; Verantwortlichkeiten sind zu verteilen. Dabei kann es gegebenenfalls hilfreich sein, einen Betriebsarzt oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit hinzuzuziehen. Bei Bedarf können externe Partner (Krankenkassen, Deutsche Rentenversicherung, Rehabilitationsträger, Integrationsämter) hinzugezogen werden. Im Team wird jeder Vorschlag zur Gestaltung von Maßnahmen ergebnisoffen diskutiert.
    Beispiele für BEM-Maßnahmen:

    • ergonomische(re) Gestaltung des Arbeitsplatzes
    • stufenweise Wiedereingliederung (Hamburger Modell)
    • Änderung der Arbeitsorganisation
    • Änderung der Tätigkeit
    • Arbeitsmedizinische Untersuchung und Beratung
    • befristete Reduzierung der Arbeitszeit

    Es wird schriftlich festgehalten, welche Maßnahmen vereinbart sind.

  • 6. Schritt: Umsetzung der Maßnahmen - Evaluation

    Die BEM-Koordinatorin sorgt dafür, dass die vereinbarten Schritte auf Seiten des Dienstgebers umgesetzt werden. Sie begleitet die betroffene Person bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz oder beim Probieren neuer Tätigkeiten und unterstützt sie dabei. Schwierigkeiten sollen zeitnah erkannt und angepasst werden. Damit das BEM aussagekräftig ausgewertet werden kann, werden alle Schritte protokolliert.

  • 7. Schritt: Erfolg prüfen

    Das BEM kann abgeschlossen werden, wenn

    a.    die vom Eingliederungsteam definierten Ziele erreicht sind,
    b.    die definierten Ziele ggfs. nach Anpassung erreicht worden sind oder
    c.    die definierten Ziele auch nach Anpassung nicht erreicht werden konnten.

    Zu einem Abschluss nach a., b. oder c. sind die Zusammenarbeit aller Beteiligten, eine strukturierte Überprüfung der Teilschritte und ein ausführlicher Erfahrungsaustausch im Eingliederungsteam notwendig.